Grundsätzlich kann die Bustopologie frei gestaltet werden. Es müssen jedoch wichtige Grundregeln beachtet werden. Die folgenden Beispiele stellen nur einige wenige Möglichkeiten der Anordnung dar und können beliebig angepasst oder ergänzt werden.


Grundregeln

  • Max. 64 Bus-Teilnehmer (Knoten)
  • Buslänge Hauptleitungsstrang ≤ 200 m
  • Einzelne Stichleitungen so kurz wie möglich halten ≤ 6 m
  • Der Kabelkanal sollte direkt hinter den Tableaus montiert werden, so dass kurze oder gar keine Stichleitungen notwendig sind.
  • Die Summe aller Stichleitungen darf 60 m nicht überschreiten! Bei über 60 m Länge sollte Rücksprache mit dem Steuerungshersteller gehalten werden ggf. ist ein Repeater oder eine zweite Einspeisung erforderlich. In seltenen Fällen ist der Einsatz eines Repeaters auch bei Gesamt-Stichleitungslängen unter 60 m erforderlich.
  • Am Ende eines Hauptleitungsstrangs muss ein Abschlusswiderstand von 120 Ω gesetzt werden (Terminierung). Hinweis: Bei manchen Bus-Teilnehmern ist ein Abschlusswiderstand integriert; u. U. kann dieser nicht abgeschaltet werden.
  • Auf dem Bus muss ein Widerstand von 60 Ω messbar sein.


Repeater/Bridge

Erfüllt ein CANopen Netzwerk einen der folgenden Punkte nicht, muss mit dem Steuerungshersteller Rücksprache gehalten werden.

  • Bus Länge max. 200 m
  • Summe der Stichleitungen < 60 m
  • Anzahl der Knoten max. 64

Wird die zulässige Bus-Länge von 200 m oder die zulässige Länge der Summe aller Stichleitungen überschritten, wird ein Repeater eingesetzt. Ist die Anzahl der Knoten größer 64 wird ein Repeater im Bridge-Mode eingesetzt.


Hinweise und Hilfestellungen

  • Der Hauptleitungsstrang besitzt weiße Stecker und Buchsen. CAN-Stichleitungen und die Abgänge an den CAN-Abzweigleitungen sind durch blaue Stecker und Buchsen gekennzeichnet.
  • Verläuft ein Kabelkanal mit dem Hauptleitungsstrang nahe am Tableau, reichen oft die CAN-Abzweigleitungen von 0.8 m, um beispielsweise ein Ruftableau anzuschließen. Weiter entfernt liegende Tableaus können hingegen mit einer kurzen CAN-Abzweigleitung (0.25 m) und einer Stichleitung erreicht werden.
  • Absolutwertgeber, Frequenzumrichter und sonstige Geräte können einfach über CAN-Abzweigleitungen in die Schachtverkabelung integriert werden (Terminierung beachten!).
  • Der Maschinenraum mit Steuerung kann auch im unteren Teil eines Gebäudes liegen. Zum Planen können die Abbildungen einfach in umgekehrter Reihenfolge hergenommen werden. Die oberste Haltestelle würde in diesem Fall der untersten Haltestelle entsprechen.

Neben der steckbaren CAN-Schnittstelle bietet das Kasten-Kopfstück CI weitere Anschlussmöglichkeiten:

  • 25-polige D-Sub-Schnittstelle für konventionelle Verdrahtung, zum Beispiel von Notlicht, Notrufeinrichtungen, Kommunikationssystemen und Zusatzfunktionen;
  • zweite steckbare CAN-Schnittstelle zum Anschluss eines weiteren Kabinentableaus an den CAN-Bus mittels CAN-Schnittstellenkabel von intern und CAN-Verbindungskabel von extern;
  • Durchbruch für Netzwerkverbindung, zum Beispiel Lift Info System

Bei Tableaus mit „Blechkasten flexible“ sind die steckbaren CAN-Schnittstellen und die weiteren Schnittstellen/Durchbrüche vergleichbar ausgeführt.

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CANopen ist ein offener Kommunikationsstandard, der auch für verschiedene Aufzugskomponenten angewandt wird. Das einheitliche Applikationsprofil ermöglicht zum Beispiel die Kombination von entsprechend konzipierten Steuerungssystemen mit Fixtures und deren Einbauelementen sowie mit weiteren Komponenten der Aufzugsanlage.

Im Vergleich zur konventionellen Verdrahtung werden bei CANopen nur wenige Leitungen benötigt. Weitere Vorteile sind die individuelle Konfiguration, die leichte Ausbaufähigkeit des Systems sowie die vereinfachte Diagnostik und Fehlerbehebung im Störungsfall. Sogenannte Knoten fungieren in jedem Fixture als Schnittstelle zwischen den Einbauelementen und dem Klemmkasten bzw. der Steuerung.

Konfiguration und Fehlerdiagnose aller an CANopen angeschlossenen Komponenten erfolgt mithilfe der Software CANwizard® und des ergänzenden Active X-Steuerelements von SCHAEFER.

Die Konfigurationsdaten sind in einem austauschbaren Speicherchip (Eeprom) abgelegt. Somit kann die Baugruppe ohne Konfigurations-Tool ausgewechselt werden.

Notlicht, Notrufeinrichtungen und Kommunikationssysteme sind von der CANopen-Anwendung ausgeschlossen. Deren Anschluss wird über eine separate konventionelle Verdrahtung realisiert.


Elektrische Daten
Versorgungsspannung 18 - 30 V DC
Durchgangsstrombelastbarkeit 8 A
Leistungsaufnahme (ohne Last) ca 1,2 W

CANopen
SDO-Leistung bis ca. 2 KB/s
PDO-Leistung (empfangen) bis zu 20 PDO/s
PDO-Leistung (senden) bis zu 20 PDO/s
Netzwerkumfang physikalisch max. 64 Knoten

CANopen Bus-System

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